Im Zuge einer Recherche zu einem Bericht über Anzeigen für betrügerische Fake-Nachrichtenseiten bin ich Ende November 2016 auf mimikama.at nicht nur auf solche betrügerischen Anzeigen gestoßen, sondern auch auf eine andere irreführende Masche: die Abofalle von justfab.de. (Eine Warnung vor dem „Schwestershop“ fabletics.de, der von demselben Anbieter wird, findet Ihr hier.)

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Schon 2012 wurde von der Abofalle justfab schon auf golem.de berichtet. Die Verbraucherzentrale Berlin meinte, dass die damalige Umsetzung nicht angreifbar sei, Kunden aber aufgrund fehlerhafter Widerrufsrechtbelehrungen ihr Geld dennoch zurückbekommen hätten können. Auch aboalarm.de warnte 2013 vor der Abofalle von justfab.de, auch hier wurde vom „gut versteckten Mode-Abo“ gesprochen. „Bestellt man zum ersten Mal, sind die Informationen über die VIP-Mitgliedschaft am rechten Seitenrand aufgeführt.“ In der Zwischenzeit hat sich justfab.de aber scheinbar aus der Grauzone in die falsche Richtung herausbewegt und versteckt das Abo nicht nur gut, sondern sehr gut. Zurück also zum November 2016 als ich auf die Anzeige bei mimikama.at gestoßen bin.

Auf mimikama.at wurde eine Anzeige geschaltet, die den Usern versprach, dass sie ein Paar Stiefel geschenkt bekommen, wenn sie ein Quiz beenden.

Das erfundene Geschenk

Das Quiz entpuppte sich dann nicht als normales Wissensquiz, sondern lediglich als Abfrage von Vorlieben der Userinnen. Und der Preis? Den gab es auch nicht. Vergeblich habe ich nach der Information gesucht, wo ich mein Paar Stiefel  bekomme, nachdem ich das Quiz beendet habe. Der Facebook Kundendienst erklärte mir dann Folgendes, als ich Justfab auf Facebook geschrieben habe, dass ich bisher keine Schuhe geschenkt bekommen habe, obwohl ich das Quiz ausgefüllt hatte:

„Lieber Daniel, vielen Dank für Deine Nachricht.

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Ich weiß leider nicht, wo Du diese Werbung gesehen hast, aber wir verschenken definitiv keine Schuhe und haben das auch noch nie.

Das Beantworten der Fragen dient lediglich dem Erstellen der persönlichen Boutique, damit wir den Geschmack unserer Kundinnen besser einschätzen können.

Viele Grüße,“

Wenn Justfab noch nie Schuhe verlost oder verschenkt hat, dann sollten sie auch nicht so werben, oder so für sich werben lassen.

Irreführende Gütesiegel

Aber nicht nur das erfundene Quiz war dubios, sondern auch der Einsatz von Gütesiegeln auf der justfab.de Seite. Denn dort wurde auf der Startseite von justfab.de für Desktop User ein Gütesiegel von Trusted Shops aufgeführt. Aber das durfte Justfab.de gar nicht führen, weil sie zu diesem Zeitpunkt gar nicht zertifiziert waren.

Denn zu diesem Zeitpunkt hatte Justfab lediglich das Bewertungstool von Trusted Shops verwendet. Und auf der Seite von Trusted Shops befanden sich lediglich eine Bewertung für justfab. Der in der Übersicht angezeigte Durchschnitt: 1 von 5 Sternen.

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Kurz nach meiner Anfrage an Justfab wurde dann diese Bewertung auch noch gelöscht, nur in der Übersicht wurde die Durchschnittsbewertung noch einige Zeit angezeigt. Trusted Shops wollte sich in der Sache nicht öffentlich äußern, kurze Zeit später war das Trusted Shops Gütesiegel auf justfab aber verschwunden. Derzeit findet man auf der Bewertungsseite für Justfab aber nur noch die Anbieterinformationen und einen Werbetext des Unternehmens.

Aber nicht nur das Gütesiegel von Trusted Shops wurde von justfab widerrechtlich verwendet. Auch das Gütesiegel von ekomi hat man scheinbar unberechtigt verwendet. Im Kaufprozess im Safaribrowser auf dem Smartphone wurde mir (und wird mir bis zum heutigen Tag) ein Gütesiegel von ekomi angezeigt.

Screenshot Safari Browser Dezember 2016

Eine ekomi Bewertungsseite für justfab habe ich allerdings über die Google Suche weder damals noch heute gefunden. Die Webadresse, die Justfab selber 2014 bei Facebook veröffentlicht hatte, führte und führt ebenso ins Leere: https://www.ekomi.de/bewertungen-justfabde.html  Eine Anfrage Anfang Januar an die Pressesprecherin von ekomi (Head of Global PR & Communications) blieb außer einer direkten Abwesenheitsnachricht unbeantwortet. Auf eine erneute Email-Anfrage bei der Pressesprecherin gestern, die immer noch ekomi als Arbeitgeber bei XING angibt, bekomme ich lediglich die Fehlermeldung, dass das Emailpostfach überfüllt ist und dass keine Emails mehr akzeptiert werden. Telefonisch ist es mir auch nicht möglich, die Mitarbeiterin zu erreichen. Weder über ihre direkte Durchwahlnummer (dauerhaft besetzt), noch über andere Abteilungen von ekomi. Scheinbar (und leider) ist man bei ekomi nicht besonders daran interessiert, über justfab und das Gütesiegel aufzuklären, bzw. justfab über die rechtmäßige Verwendung des Gütesiegels aufzuklären.

Die Fake-Countdown Uhr

Aber es gab und gibt noch eine weitere Irreführung bei justfab: eine Fake-Countdown Uhr, die der Userin vermittelt, dass sie den den „ersten  Style ab nur 9,95€“ nur in einer Stunde ab Registrierung erhält. Eine Countdown Uhr zeigt die vermeintliche Zeit an, die noch übrig bleibt, um das Angebot wahrzunehmen.

Screenshot Safari Browser Dezember 2016

Diese Countdown Uhr ist allerdings irreführend. In meinen Augen auf zweierlei Art. Zum einen kann sich jede Userin mit einer anderen Email Adresse jederzeit nochmal anmelden, damit würde der Countdown auch von neuem beginnen. Zum anderen aber einfach dadurch, dass das Angebot auch nach einer Stunde zum gleichen Preis verfügbar ist. Meiner Ansicht nach gibt es die Uhr nur dafür, die Nutzerinnen zeitlich „unter Druck zu setzen“. Denn wer in Eile ist, macht öfter Fehler. Und einen Fehler kann man in der Tat bei justfab machen: in die Abofalle zu tappen.

Die Justfab Abofalle

Denn bei Justfab gibt es eine VIP-Mitgliedschaft, die einem zum monatlichen Kauf von Produkten im Wert von 49,90€ verpflichtet, wenn man die Mitgliedschaft nicht „pausiert“.

Bei justfab heißt es bei der Ansicht über den Desktop Browser:„Solltest Du bis zum 5. des Monats weder pausiert noch einen Kauf getätigt haben, belasten wir am 6. des Monats Dein bei uns hinterlegtes Zahlungsmittel in Höhe von 39,95 € und schreiben Dir in gleicher Höhe einen JustFab Credit in Deinem Mitgliedskonto gut, welchen Du jederzeit gegen einen Style Deiner Wahl im Wert von 39,95 € eintauschen kannst.“

Während man im Desktop Browser den Hinweis auf  die Kostenpflichtigkeit der „VIP-Mitgliedschaft“ , bzw. einer eventuellen Abnahmepflicht im rechten Bereich der Webseite während des Bestellprozesses versteckt und hier vielleicht noch in einer rechtlichen Grauzone agiert (siehe Aussagen der Verbraucherzentrale Berlin von 2012), schiebt man im mobilen Safari Browser den Userinnen die Mitgliedschaft einfach unter.

Im mobilen Browser wird nur angezeigt, dass man eine VIP-Mitgliedschaft aktiviert. Dass diese eine Kaufverpflichtung beinhalten kann, wird nicht explizit erwähnt. So verwundert es auch kaum, dass sich immer wieder Userinnen darüber beschweren, dass ihnen Geld vom Konto abgebucht worden ist und sie nichts von den Bedingungen der VIP Mitgliedschaft gewusst haben.

Screenshot Safari Browser Dezember 2016

Gelockt vom scheinbar unschlagbar günstigem Preis für den ersten Style und gedrängt von einer Fake-Countdown Uhr übersehen Kundinnen am Desktop Rechner ganz einfach den Hinweis am Desktop Browser und werden auf dem mobilen Browser erst gar nicht darüber informiert. Und wer den Hinweis nicht sieht, weil er im Kaufprozess nicht offensichtlich angezeigt wird, wird natürlich auch eine Mitgliedschaft nicht pausieren.

Eine Dokumentation des Kaufprozesses im mobilen Safari Browser findet ihr hier.

Der Selbstversuch

Ich selber habe auch ein Produkt, die Tasche „Ace“, über das Smartphone bei Justfab bestellt, um zu sehen, ob mir diese VIP Mitgliedschaft untergeschoben wird und wie der Anbieter bei einer Beschwerde reagiert.

Während des Bestellprozesses wurde ich nicht über die Bedingungen der VIP Mitgliedschaft informiert, ich hätte mich aktiv darüber informieren müssen. Bezahlt habe ich (13,45€ über Paypal). Dabei wurde aber nicht nur die Genehmigung für den Kauf der Tasche eingeholt, sondern auch für zukünftige Zahlungen. Genau das übersehen viele Nutzerinnen. Ebenso funktioniert das bei anderen Zahlungsmöglichkeiten. Beim Kauf des vermeintlichen Schnäppchens holt sich Justfab auch die Erlaubnis, weitere Zahlungen einzuziehen. Und im mobilen Browser ohne dass der Nutzer explizit davon erfährt.

Nachdem ich am 26.11.2016 das Produkt bestellt hatte, wurde dann am 11.12.2016 wirklich auch 39,95€ via Paypal eingezogen. Ohne dass ich während des Kaufs, bzw. vor dem Tätigen des Kaufs über diese Regelung ordentlich informiert wurde.

Auf meine Aufforderung, mir das Geld zu ersetzen, hat justfab mir dann lediglich folgende Standardantwort gegeben:

„vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihre VIP Mitgliedschaft bei JustFab.

Es tut mir sehr leid, dass Sie so verwundert sind.

Bezüglich der Ihnen abgebuchten 39,95€ möchte ich gern kurz die JustFab VIP Mitgliedschaft erklären:

Damit wir unseren VIPs die tollen Schuhe und Taschen zum Spezialpreis von € 39,95 auch langfristig zur Verfügung stellen können,verpflichten sich diese vom 1. bis zum 5. Tag eines Monats Ihre Boutique zu besuchen, um entweder ein Produkt zu kaufen, oder den Pausieren-Button zu drücken. Sollten Sie Probleme dabei haben, stehen wir Ihnen in diesem Zeitraum gerne zur Verfügung und übernehmen das Pausieren für Sie.

Jedes Mitglied hat die Möglichkeit innerhalb der ersten 5 Tage des Monats diesen Pausieren-Button zu drücken, damit der Mitgliedsbeitrag nicht vom Bankkonto bzw. der hinterlegten Zahlungsart abgebucht wird.

Sollten Sie vergessen haben den Button zu drücken, wird Ihnen auf Basis des bei uns hinterlegten Zahlungsmittels kostenpflichtig ein Credit in Höhe von 39,95 Euro gutgeschrieben. Dieses Guthaben kann jederzeit gegen Styles Ihrer Wahl eingelöst werden, es geht Ihnen nichts verloren. Sie können entspannt und zeitunabhängig shoppen. Eine Rückbuchung auf Ihr Bankkonto ist nicht möglich.

Mit Ihrer ersten Bestellung zu den vergünstigten Konditionen haben Sie sich für die VIP Mitgliedschaft entschieden und bei Ihrer Registrierung den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zugestimmt. Über Ihren Mitgliedsstatus informieren wir Sie wie folgt:

– bei der elektronischen Bestellbestätigung (per Email)

– in einem Willkommensschreiben mit detaillierten Hinweisen zur VIP Mitgliedschaft, welches Ihrer ersten Lieferung beiliegt, sowie

– in einer monatlichen Erinnerungsmail am 01. und 04. jedes Monats

Weitere Einzelheiten zu Ihrer VIP Mitgliedschaft erläutern wir Ihnen auch auf den Hilfeseiten: http://www.justfab.de/faq.htm.

Sollten Sie noch weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit gerne helfend zur Seite.

Ich wünsche Ihnen einen fabelhaften Tag.“

Zudem wurde mir auch noch ergänzende Email gesendet:

„vielen Dank für Ihre Kontaktaufnahme mit JustFab.

Wir möchten uns vorerst für die Unannehmlichkeiten entschuldigen und unsere VIP Mitgliedschaft nochmals erläutern.

Durch die Registrierung und teilnahme am Stylequiz werden Sie bei uns Gastkundin. Nun haben Sie die Möglichkeit eine Bestellung aufzugeben. Die erste Bestellung ist entscheidend für die VIP Mitgliedschaft.

Durch Wahl des Rabatts für die erste VIP Bestellung wird auch die Mitgliedschaft abgteschlossen. Darauf weisst das Informationskästchen an der rechten Seite hin, dieses ist während der Kaufabwicklung ersichtlich. Dort besteht auch die Möglichkeit zum Basispreis zu kaufen, was die Mitgliedschaft und Rabatte ausschließt. Zusätzlich lag im Karton ein Wilkommensschreiben bei, welches die Mitgliedschaft erklärt.

Die Rückbuchung der Credits ist wie in den AGB beschrieben nicht möglich.

Sie können diese für einen Artikel Ihrer Wahl einlösen. Dies muss nicht heute oder morgen sein, der Credit verfällt nicht und steht Ihnen auch als Gast Mitglied weiterhin zu VIP Konditionen zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen einen fabelhaften Tag.“

Meiner Aufforderung, mir die  39,95€ zu ersetzen, ist justfab nicht nachgekommen.

Bitte um Stellungnahme – justfab schweigt

Nach dieser unschönen Erfahrung mit der Abofalle von justfab.de habe ich Gerrit Müller, den Geschäftsführer der Just Fabulous GmbH, die justfab.de betreibt, um eine offizielle Stellungnahme gebeten. Dieser Bitte ist Gerrit Müller nicht entgegengekommen.

Die Lösung

Die 39,95€ habe ich dann allerdings doch wiederbekommen. Über eine Beschwerde an Paypal, die ich am 04.01.2017 eingereicht habe. Auf diese Beschwerde hast justfab nicht reagiert, daraufhin habe ich am 18.01.2017 bei Paypal beantragt, dass mir das Geld zu erstattet wird. Diesem Antrag hat der Paypal Käuferschutz am  29.01.2017 stattgegeben.

Sollten User andere Zahlungswege genutzt haben und ebenfalls über das Handy bestellt habe, rate ich Ihnen, eine Beschwerde bei der Bank oder beim Kreditkartenunternehmen einzulegen.

Rechtliche Einschätzung

Ich habe dann auch einmal Christian Solmecke von der Kanzlei Wilde Beuger Solmecke um eine rechtliche Einschätzung der oben beschriebenen Erfahrungen bei justfab.de gebeten.

Zum Werbebanner, auf ein kostenloses Paar Stiefel versprochen wird:

 Christian Solmecke:Wer durch seine Wortwahl in Werbebotschaften den Eindruck der Unentgeltlichkeit von Waren oder Leistungen suggeriert, sollte sicherstellen, dass Verbrauchern im Falle eines Kaufs allenfalls mittelbare, unvermeidbare Kosten entstehen. Keinesfalls dürfen Kosten für das Produkt selbst entstehen. Irreführende geschäftliche Handlungen sind verboten. Das heißt, jede geschäftliche Handlung muss wahr und klar sein. Sie darf weder unwahre Angaben noch sonstige zur Täuschung geeignete Angaben enthalten. Als unwahre Angaben eines Unternehmers gilt auch ein Angebot einer Ware oder Dienstleistung als „geschenkt“ oder dergleichen anzupreisen, wenn hierfür gleichwohl Kosten zu tragen sind. Im Verhältnis zum Verbraucher fallen z. B. Abofallen im Internet hierunter, bei denen bewusst über eine Kostenpflicht getäuscht wird.“

Zur Fake Countdown Uhr:

 Christian Solmecke: „Auch der Rückwärts laufende Countdown wurde bereits durch Gerichte als irreführend eingestuft. Dem Kunden wird nämlich durch den Countdown suggeriert, das Angebot sei zeitlich begrenzt, obwohl dies offensichtlich nicht der Fall ist. Verbunden mit der intensiv beworbenen erheblichen Preisreduzierung schafft dies eine zusätzliche Motivation für den Kunden, sich schnell zu entscheiden, damit er von diesem Angebot noch profitieren kann. Da das Angebot jedoch tatsächlich weiterläuft und der Artikelpreis unverändert bleibt, ist hier eine Irreführung anzunehmen.“

Zur Gestaltung des mobilen Kaufprozesses und der VIP-Mitgliedschaft

Christian Solmecke: „Es werden dem Kunden die wesentlichen Vertragsbestandteile zu der VIP-Mitgliedschaft zu keiner Zeit mitgeteilt. Es stellt sich die grundlegende Frage, ob überhaupt ein Vertrag im Sinne eines Abos wirksam zustande gekommen sein kann. Das dürfte hier streng genommen nicht der Fall sein. Doch selbst wenn ein wirksamer Vertrag zustande gekommen sein sollte, wäre dieser aufgrund arglistiger Täuschung anfechtbar. Es wird hier dem Käufer nämlich suggeriert, dass sich seine Vertragserklärung lediglich auf das konkret bestellte Produkt (Schuh) bezieht. Tatsächlich jedoch wird ihm zeitgleich ganz offensichtlich ein weiteres, auf Dauer gerichtetes Schuldverhältnis (VIP-Mitgliedschaft) aufgezwungen. Abgesehen davon werden im Zusammenhang mit dem Onlineshop mehrere wesentliche Hinweispflichten verletzt, die Preisgestaltung stellt sich zudem als völlig intransparent dar. Darin liegt ein klarer Verstoß gegen die Preisangabenverordnung. Ein Hinweis in der Bestätigungsmail ändert an Gesagtem nichts.

Fazit

Es ist also ziemlich leicht, in die Abofalle von justfab.de zu rutschen und auch Monate nachdem ich justfab um eine Stellungnahme gebeten habe, schiebt man Userinnen noch weiter die VIP-Mitgliedschaft unter.

Viele Nutzerinnen werden sich von justfab.de blenden lassen, weil sie vielleicht nicht daran denken, dass der Kaufprozess in der mobilen Ansicht anders gestaltet sein könnte, als in der Desktop Version. Viele Nutzerinnen werden wahrscheinlich für 39,95€ auch keinen Anwalt beauftragen, sondern das Geld entweder abschreiben oder ihre Credits aufbrauchen. Wahrscheinlich wehren sich vor allem die Userinnen, die monatelang nicht bemerkt haben, dass justfab.de ihnen 39,95€ vom Konto abgebucht hat und die sich nicht mit dem Zwangshopping abfinden wollen.

Ich kann jedenfalls jeder Userin, der justfab die VIP-Mitgliedschaft bei der Bestellung über das Handy untergeschoben hat, nur empfehlen, sich an die Zahlungsanbieter (bzw. die eigene Bank) zu wenden, in meinem Fall hat das geholfen.

Ob eine Beschwerde bei einer Verbraucherzentrale etwas bringt, ist fraglich. Meine Anfrage bei der Verbraucherzentrale Berlin wurde jedenfalls mit einer „Weiterempfehlung“ an den „Marktwächter“  beantwortet, der dafür zuständig sei. Der entsprechende Mitarbeiter beim Marktwächter hat wiederum allerdings auch nach mehreren Nachfragen leider keine Stellungnahme zum Fall von justfab.de abgegeben, bzw. den Fall geprüft. Trotzdem sollte sich jede hereingelegte Kundin (auch aus anderen Ländern) bei der Verbraucherzentrale Berlin, also am offiziellen Standort von justfab.de, beschweren. Vielleicht wird man ja dann irgendwann aktiv und schaut sich die Abofalle auch mal auf dem Handy an.

Bis dahin  müssen sich Kundinnen scheinbar leider selbst helfen.

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