Auf den ersten Blick machte die Seite clipping-anbieter.de den Eindruck, als würde sie ganz neutral Anbieter für Medienbeobachtung miteinander vergleichen. Das Logo „clippinganbieter.de – Der Medienbeobachtervergleich“ und die Selbstbeschreibung machten auf mich einen neutralen Eindruck. In der Selbstbeschreibung hieß es:

„Clipping-Anbieter.de gibt einen Überblick zu Unternehmen aus den Bereichen Social Media Monitoring, Presseclipping, Medien-Monitoring, Pressespiegel und Medienbeobachtung.“

In der Liste werden 49 Anbieter für Medienbeobachtung miteinander verglichen, zu jedem Anbieter gibt es einen beschreibenden Text und in einer separaten Spalte der Vergleich der Leistungen.

Was auf den zweiten Blick ins Auge fiel waren die Markierungen an der oberen linken Ecke der Namensfelder der Anbieter. Drei Anbieter waren als „Premium Anbieter“ gekennzeichnet (siehe Titelbild, Screenshot von clipping-anbieter.de von letzter Woche), drei Anbieter für Medienbeobachtung als Empfehlung (bei archive.org findet man hier die Label, wie sie bis letzte Woche verwendet wurden, noch im Archiv).

Meine sofortige Vermutung: die Hervorhebung als „Premium Anbieter“ ist keine Auszeichnung aufgrund von Leistungen, sondern Werbung. Diese müsste eigentlich als „Werbung“ oder „Anzeige“ gekennzeichnet werden, manche Anbieter nehmen es allerdings mit der Kennzeichnung nicht so genau. Schleichwerbung kann effektiver sein, insbesondere dann, wenn sie in einem augenscheinlich redaktionellen Umfeld daherkommt. Meine Vermutung hat sich dann auch bestätigt. Ganz am Ende der Startseite nach der Auflistung der 49 Anbieter für Medienbeobachtung befand sich der Link „Unsere Clipping-Anbieter Pakete“, die zum Anzeigenangebot von clipping-anbieter.de führte. Dort wurde meine Vermutung allerdings noch übertroffen. Nicht nur die Kennzeichnung als „Premium-Anbieter“ war käuflich, sondern auch die Kennzeichnung als „Empfehlung“.

Pakete für Anbieter für Medienbeobachtung – gekaufte Empfehlungen

Auf der Übersichtsseite für die „Pakete“ hieß es (hier bei archiv.org noch im Archiv zu finden):

„Clipping-Anbieter.de ist das Portal für den Vergleich von Unternehmen im Bereich Medienbeoachtung und Social Media Monitoring. Sie können Ihr Unternehmen kostenlos bei uns platzieren, oder eine der attraktiven Premium-Leistungen wählen. Bitte beachten Sie, dass wir maximal 3 Premium-Plätze im sofort sichtbaren Bereich der Webseite anbieten können, hier gilt das Prinzip „first come, first serve“.“

Premium-Anbieter sind also nicht zwangsläufig die mit einem „Premium-Angebot“, sondern die, die als erste das Angebot gebucht hatten und monatliche Gebühren bezahlen.

Die Aussage zu der kostenlosen Platzierung wiederum wurde durch einen Vermerk am Ende der Seite wieder relativiert. Dort hieß es „Bei einem kostenfreien Eintrag berechnen wir einmalig 49 Euro für das Anlegen des Profils.“ Ein kostenfreier Eintrag für 49€?

Die Tabelle mit den Leistungen für die verschiedenen Pakete „Free“, „Partner“, „Premium“ zeigte dann auch die Leistungen für einen Eintrag mit dem Label „Empfehlung“. Dieses war nur im Paket „Partner“ enthalten, dafür standen offensichtlich der 4. bis 15. Platz in der Liste zur Verfügung. Als Empfehlungen konnten sich Anbieter für Medienbeobachtung hier nach Eigendarstellung der Webseite offenbar für einen monatlichen Beitrag von 29€ netto auszeichnen lassen. Natürlich gab es noch weitere Leistungen in den Paketen, relevant ist aber, dass offensichtlich es generell einer Zahlung bedurfte, damit man „empfohlen“ wird.

Bitte um Stellungnahme

In einem ersten Schritt habe ich letzte Woche die Anbieter für Medienbeobachtung, die die Label „Premium“ oder „Empfehlung“ haben, kontaktiert, da auch die Unternehmen verantwortlich für Ihre Werbung sind, bzw. im Fall von clipping-anbieter.de verantwortlich für Ihre Schleichwerbung sind. „Premium-Anbieter“ sind ARGUS DATA INSIGHTS Deutschland GmbH aus Berlin, Meltwater Deutschland GmbH aus Berlin und die PMG Presse-Monitor GmbH, ebenfalls mit Sitz in Berlin. Als „Empfehlung“ wurden die folgenden Anbieter für Medienbeobachtung aufgeführt:  Echobot Media Technologies GmbH aus Karlsruhe, Panalis Solutions GmbH aus Frankfurt am Main und die Webbosaurus GmbH aus Berlin. Die Anbieter haben sich auch schnell zurückgemeldet:

Thomas Zimmerling, Geschäftsführer der Panalis Solutions GmbH schreibt:

„Entgegen Ihrer Annahme ist unsere Listung auf der Seite clipping-anbieter.de nicht kostenpflichtig. Auf die redaktionelle Berichterstattung haben wir keinen Einfluss genommen. Im Zuge Ihrer Anfrage haben wir den Betreiber der Seite gebeten, die Empfehlung als Anzeige zu kennzeichnen. Dieser Bitte ist der Seitenbetreiber umgehend nachgekommen.“

Ein Sprecher der PMG Presse-Monitor GmbH teilt mit:

„Die Kollegen von Clipping-Anbieter.de haben die Funktionen und Services der PMG Pressedatenbank im Rahmen eines einwöchigen Testaccounts überprüft und daraus einen redaktionellen Beitrag erstellt.  

Im Rahmen des Listings haben wir uns hier dann für einen Premium-Eintrag entschieden, um den Beitrag weiter oben anzeigen lassen zu können.

Dessen Kennzeichnung war in der Tat bedauerlicherweise nicht ganz eindeutig. Unserem Anliegen, das zu korrigieren, ist Clipping-Anbieter.de auch umgehend gefolgt.“

Philipp Rodewald, Geschäftführer der Webbosaurus GmbH erklärt:

„Du hast recht, dass die Kennzeichnung nicht ganz eindeutig war. Daher haben wir den Betreiber gebeten, den Eintrag klar als Anzeige zu kennzeichnen. 

Dieser Bitte ist der Betreiber auch umgehend nachgekommen.“

Eine Sprecherin der Meltwater Deutschland GmbH erklärte lediglich:

„vielen Dank für Ihre Nachricht und für den aufmerksamen Hinweis.
Wir haben den Betreiber der Seite (hier in cc)  direkt hierzu informiert und darum gebeten, die Kennzeichnung umgehend anzupassen. Die Änderung und Kennzeichnung als Anzeige wurde sofort auf der Webseite umgesetzt. 
Sollten Sie noch weiteren Input oder Feedback hierzu haben freue ich mich, erneut von Ihnen zu hören.“
Die ARGUS DATA INSIGHTS Deutschland GmbH und die Echobot Media Technologies GmbH haben nicht auf meine Anfrage reagiert.

Reaktionen auf clipping-anbieter.de

Nach der ersten Mitteilung von Meltwater wurden alle „Premium-Anbieter“- und „Empfehlung“-Label um den Hinweis „Anzeige ergänzt. Ebenso wurde nach weitere Kommunikation mit dem Anbieter Rico-Thore Kauert ein Hinweis im einleitenden Text ergänzt: “ Die Beschreibung der Anbieter basiert auf den Angaben der Unternehmen.“ Auch auf den Detailseiten der Anbieter wurde der Hinweis „Anzeige“ ergänzt. Gelöscht wurden die Informationen zu den Werbepaketen. Dort heißt es jetzt lediglich: „Unsere Pakete für eine werbliche Listung können Sie ab jetzt gern über unser Kontaktformular anfragen.“

Stellungnahme von Rico-Thore Kauert

Bevor ich den Anbieter Rico-Thore Kauert selber kontaktiert habe, ist dieser auf mich zugekommen und hat mir auf meine Bitte hin auch eine schriftliche Stellungnahme geschickt.

Mich erreichte über einige der auf www.clipping-anbieter.de gelisteten Anbieter die Information, dass Herr Daniel Brückner die Kennzeichnung einzelner Unternehmen auf der Webseite für unzureichend hält. Hierzu stelle ich fest: Grundsätzlich listet clipping-anbieter.de verschiedene Anbieter der Branche wertfrei, kostenfrei und alphabetisch auf und verlässt sich dabei auf die Angaben der gelisteten Unternehmen. Dabei geht es um eine übersichtliche Darstellung der verschiedenen Leistungsportfolios. Vereinzelt werden Dienste zudem durch den Seitenbetreiber getestet. Um einigen Unternehmen mehr Sichtbarkeit zu verleihen, wurde die Möglichkeit geschaffen, als so genannter „Premium-Anbieter“ weiter oben in der Liste zu erscheinen. Zudem gibt es Anbieter mit der Kennzeichnung „Empfehlung“, welche vom Seitenbetreiber getestet und für empfehlenswert befunden wurden. Dass die oberen Listings eine bezahlte Leistung darstellen, war durch die transparent kommunizierten und verlinkten Paket-Preise nachprüfbar. Um diesen Umstand noch klarer kenntlich zu machen, hat der Betreiber im Sinne größtmöglicher Transparenz umgehend ein Label erstellt, das die Kennzeichnung als Anzeige deutlicher hervorhebt.

R. Kauert, Betreiber Clipping-Anbieter.de

Diese Stellungnahme führte bei mir allerdings zu weiteren Fragen, weder die Labels waren „wertfrei“, noch die beschreibenden Texte. Meine Fragen wurden dann von Rico-Thore Kauert auch wiederum umgehend beantwortet.

Frage:  Sie schreiben „Grundsätzlich listet clipping-anbieter.de verschiedene Anbieter der Branche wertfrei, kostenfrei und alphabetisch auf und verlässt sich dabei auf die Angaben der gelisteten Unternehmen.“

Bis gestern haben Sie auf einer Unterseite Ihrer Webseite http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:OaobNONn5AQJ:www.clipping-anbieter.de/pakete/+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de

geschrieben: „** Bei einem kostenfreien Eintrag berechnen wir einmalig 49 Euro für das Anlegen des Profils.“

Hätten User also diese zweite Seite aufgerufen, hätten sie den Eindruck bekommen, dass alle Anbieter zumindest 49€ bezahlt haben.

Aus Ihrer Antwort entnehme ich, dass die Darstellung fehlerhaft war und die nicht als Premium oder Empfehlung gekennzeichneten Einträge ohne Wissen und ohne Beauftragung der dort aufgeführten Unternehmen erfolgte. Ist das richtig? Oder haben auch Unternehmen, die nicht gekennzeichnet sind die 49€ für das Anlegen des Profils gezahlt?

Antwort Rico-Thore Kauert:

„Wer kostenlos auf dem Portal gelistet ist, hat zu keinem Zeitpunkt Zahlungen an Clipping-Anbieter.de leisten müssen, auch keine 49 Euro für das Anlegen des Profils. Die Aufnahme der Anbieter, die kostenlos gelistet sind, resultierte nicht aus einer Beauftragung, sondern wurden vom Betreiber aktiv dort aufgeführt und darüber per E-Mail informiert. Teilweise wurden dann Texte geliefert, teilweise hat der Betreiber auf Angaben der Firmen von deren Webseite oder aus Pressemeldungen zurückgegriffen. Die Gebühr von 49 Euro war angedacht, um zukünftige Aufwände für das Aufnehmen in die Datenbank und Verfassen der Texte entsprechend zu vergüten, da dies redaktionelle Arbeit darstellt, die nicht kostenlos erbracht werden kann. Da wir aber offenbar den größten Teil des Marktes bereits zeigen, kamen hier bisher keine weiteren Anfragen, womit dieses Angebot nicht zum Einsatz kam.“

Frage:  Sie schreiben, dass Sie hier „wertfrei“ gelistet würde, allerdings enthalten die Texte im Feld „Beschreibung“ durchaus wertende Worte, sowohl die Anzeigen als auch die Einträge, die nicht als Anzeigen gekennzeichnet sind.

Bei Asset Vision heißt es z.B. „asset:vision erstellt Analysen unabhängig von angrenzenden Wertschöpfungsinteressen wie PR-Agentur- und Monitoring-Services und garantiert so sachlich fundierte und budgetoptimierte Analysen. Durch eine einzigartige Kombination aus methodischer Analysekompetenz und profunder PR-Erfahrung liefert asset:vision Kommunikationsmanagern mit detailreichen Auswertungen einen echten strategischen Mehrwert für die praktische Medienarbeit.“

Antwort Rico-Thore Kauert:

Das Attribut „wertfrei“ bezieht sich auf die einfache Auflistung der Leistungen in der rechten Spalte. Wir haben die Anbieter zusätzlich um einen beschreibenden Text zum Unternehmen gebeten, den wir in der Mittelspalte entsprechend veröffentlichen. Da wo wir keinen Text erhalten haben, haben wir z.B. auf Pressematerial oder die Webseite der Unternehmen zurückgegriffen.

Frage: Sie schreiben „und verlässt sich dabei auf die Angaben der gelisteten Unternehmen.“

Heißt das, sie haben nicht nachgeprüft, ob die Angaben der Wahrheit entsprechen? Sollte dies dann nicht als „Herstellerangaben“ gekennzeichnet sein?

Antwort Rico-Thore Kauert:

„Aus Sicht des Betreibers wird aus der Art, wie die Texte verfasst sind deutlich, dass diese von den Anbietern selbst verfasst wurden. Um aber auch hier für noch mehr Transparenz zu sorgen, haben wir den Hinweis, dass es sich um „Herstellerangaben“ handelt, ganz oben auf der Webseite als Textabschnitt mit aufgenommen.“

Frage: Sie schreiben „Zudem gibt es Anbieter mit der Kennzeichnung „Empfehlung“, welche vom Seitenbetreiber getestet und für empfehlenswert befunden wurden.“

Diese Aussage steht im Widerspruch mit der bisherigen Darstellung auf der Seite. In Ihrem „Pakete“ Angebot auf der Webseite wurde die Auszeichnung so dargestellt, dass es allein abhängig von einer Buchung eines Premium-Paketes ist, ob ein Service als „Empfehlung“ gelistet wurde. Dies passt auch nicht zu Ihrer Aussage, dass Ihre Webseite „wertfrei“ Anbieter listen würde. Wie erklären Sie sich diesen Widerspruch?

Antwort Rico-Thore Kauert:

„Die Pakete „Premium“ und „Empfehlung“ sind voneinander unabhängig. Beides sind Anzeigenformate, die nach Ihrem aufmerksamen Hinweis nun auch noch eindeutiger als solche gekennzeichnet sind. Die als „Empfehlung“ gekennzeichneten Anbieter wurden vom Betreiber ausprobiert (z.B. einfach im Rahmen der beruflichen Tätigkeit des Betreibers, der selbst Clippingdienste nutzt), weswegen wir uns für diese Form der Benennung des Labels entschieden haben.“

Frage: Wenn Sie schreiben, dass Sie sich auf Angaben der Anbieter verlassen, gehe ich davon aus, dass sie bisher nicht jeden Clipping Service ausprobiert haben, ist das richtig?

Antwort Rico-Thore Kauert:

„Das ist richtig. Aus Kapazitätsgründen können wir nicht jeden Clipping-Service testen, behaupten das aber auch an keiner Stelle auf der Webseite.“

Frage:

Sie schreiben: „Dass die oberen Listings eine bezahlte Leistung darstellen, war durch die transparent kommunizierten und verlinkten Paket-Preise nachprüfbar.“

Halten Sie einen Link im Footer am Ende einer Listung von 49 Anbietern für „transparent kommunizierte Paketpreise“?

Antwort Rico-Thore Kauert:

im B2B-Umfeld ist es sehr üblich, dass Preismodelle im Footer verlinkt sind. Sie machen deutlich, dass ein Teil des Angebots kostenpflichtig ist. Wie bereits mitgeteilt, setzen wir im Sinne einer noch größeren Transparenz nun aber auf eine sehr klare Anzeigenkennzeichnung.

Frage: Sie haben die Übersichtsseite mit den Paketpreisen offline genommen, die sie als „transparent kommunizierte Paketpreise“ kommuniziert haben. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir noch erklären, warum die Seite nun offline genommen wurde.

Antwort Rico-Thore Kauert:

Da wir aufgrund langfristiger Kooperationen aktuell keine Plätze mehr zu vergeben haben, haben wir uns entschieden, die Preise von der Webseite zu nehmen und die Kommunikation mit potentiellen Interessenten persönlich zu führen. Die Transparenz ist nunmehr durch die eindeutig als Anzeige erkennbaren Labels gegeben.

Fazit clipping-anbieter.de

Das Internet ist voll von Schleichwerbung, eine Myriade an Kleinstanbietern kennt sich entweder nicht aus, täuscht bewusst über Werbung oder wählt Bezeichnungen, die die Werbung nicht klar als Werbung kennzeichnen. Leider machen das viele Unternehmen mit, entweder weil sie sich auch nicht auskennen oder weil ihr Vorteil größer ist als der Nachteil, z.B. wenn jemand über die Schleichwerbung berichtet oder ein Wettbewerber die Schleichwerbung abmahnt.

Es ist begrüßenswert, dass Herr Kauert hier sofort die Kennzeichnung hinzugefügt hat, die Stellungnahme bzw. die Antworten verwundern allerdings an der ein oder anderen Stelle.  Zum Beispiel wenn ein Link am Ende einer Auflistung von 49 Anbieter als „transparente Kommunikation“ bezeichnet wird.

Auch überrascht die Aussage von Thomas Zimmerling, dass die Anzeige nicht kostenpflichtig gewesen sei.  Haben die vorher ausgezeichneten Anbieter nichts bezahlt und wollte man dann einfach von weiteren Anbietern für Medienbeobachtung einen monatlichen Beitrag nehmen?

In der Stellungnahme und den Antworten schreibt Rico-Thore Kauert hingegen:

„Dass die oberen Listings eine bezahlte Leistung darstellen, war durch die transparent kommunizierten und verlinkten Paket-Preise nachprüfbar.“

[…]

Beides sind Anzeigenformate, die nach Ihrem aufmerksamen Hinweis nun auch noch eindeutiger als solche gekennzeichnet sind.“

Bei den Empfehlungen gab es dann auch noch ein zweites Problem. Dadurch dass drei Anbieter empfohlen wurden und drei als Premium bezeichnet wurden, konnte der Leser den Eindruck gewinnen, dass sie im Vergleich mit den anderen Anbietern für Medienbeobachtung herausgestellt  wurden und zwar im Vergleich mit allen anderen 43 Anbietern. Laut Aussage von Herrn Kauert hat man aber aus Kapazitätsgründen eben nicht alle Anbieter für Medienbeobachtung getestet, sondern im Gegenteil nur „vereinzelt“.

So wirkt die Kennzeichnung als Empfehlung auf mich auch weiterhin unglücklich, weil nicht darüber geklärt wird, dass andere Anbieter gar nicht ausprobiert wurden.

Clipping-Anbieter.de ist leider ein Beispiel dafür, wie schwer sich manche Anbieter damit tun (aus welchen Gründen auch immer) Anzeigen auch als solche zu kennzeichnen. Das Nachsehen haben Anbieter, die nicht bereit sind, Werbung auf solchen Vergleichsseiten zu buchen.

Dabei können auch kleine Seiten, die sich an Fachpublikum wenden durchaus Einfluss haben. clipping-anbieter.de ist zum Beispiel zu dem Suchwort „Clipping Service“ derzeit auf Platz 1 der Google-Suchergebnisse zu finden, zum Suchwort „Medienbeobachtung“ auf Platz 2, für die Suchwortkombination „Presse Clipping“ auf Platz 4.

Mein Fazit für Suchende eines geeigneten Service für Medienbeobachtung: fragen Sie lieber ein paar Kollegen aus der Branche, die keinen Blog betreiben, welche Anbieter sie verwenden und wie die persönlichen Erfahrungen damit sind.

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