Kurz nachdem ich über Ziegert Immobilien aus Berlin geschrieben, erreichte mich der Hinweis auf die Webseite von NGB Immobilien aus Berlin, ngb-immobilien.de. Die Webseite wird von der NGB Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH aus Berlin betrieben, Geschäftsführerin ist hier Natalia Müller (siehe auch northdata.de – hier ist Frau Müller noch als Natalia Gatsenko geführt, die Angaben im Impressum auf ngb-immobilien.de wurde in den letzten Tagen aktualisiert), wie Interessenten sowohl im Impressum als auch auf der „Unser Team“-Seite erfahren.

Ein Fake-Photo auf der Teamseite

Auf der Teamseite (http://ngb-immobilien.de/ueber-uns/unser-team/) sind noch zwei weitere Mitarbeiter und eine Mitarbeiterin, wie auch die Geschäftsführerin Frau Müller, mit jeweils einem Photo aufgeführt. Das Problem dabei: das Bild, das angeblich die Mitarbeiterin zeigt, ist ein Bild aus einer Bilddatenbank, z.B. hier bei 123rf.com zu finden.

Eine Anfrage bei der Photographin, die das Bild gemacht hat, ergab, dass es sich in der Tat nicht um eine Mitarbeiterin mit dem auf der Webseite genannten Namen handelt.

Auf einer weiteren Seite von NGB Immobilien wird das Stockphoto zudem auf der Kontaktseite verwendet (http://ngb-living.de/kontakt), hier aber ohne jegliche Namensnennung.

Zustimmung von Mitarbeitern erforderlich

Aber warum wird hier ein zufälliges Bild aus einer Bilderdatenbank verwendet? Der Grund könnte einfach darin liegen, dass die Mitarbeiterin nicht wollte, dass ein Bild von ihr auf der Unternehmensseite verwendet wird. Arbeitgeber brauchen generell die Zustimmung von Mitarbeitern, damit sie Photos von Ihnen auf der Unternehmensseite veröffentlichen dürfen.

Anfrage an NGB Immobilien

Auf meine Anfrage vom 04.12.2017 an die Geschäftsführerin Natalia Müller hat die Firma leider nicht reagiert.

Fazit NGB Immobilien

Ich kann es grundsätzlich verstehen, wenn eine Firma die Teamseite möglichst gleichförmig gestalten will, insofern auch den Wunsch eines Unternehmens, ein Photo jedes Mitarbeiters, jeder Mitarbeiterin präsentieren zu können. Aber Unternehmen müssen dafür die Einwilligung ihrer Mitarbeiter/innen einholen. Nicht jeder möchte, dass ihr / sein Photo verwendet, frei im Netz verfügbar.

Die Lösung, ein Stockphoto für die Bebilderung eigener Mitarbeiter zu nehmen, halte ich im besten Fall für „unglücklich“ und wenig authentisch. Wirkt es wirklich besonders seriös und vertrauenserweckend, wenn eine angebliche Mitarbeiterin auf einem Photo präsentiert wird, bei dem im Hintergrund leere, weiße, nicht beschriftete Aktenordner zu sehen sind?

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