Update 06.10.2016: Ende August hatte ich auch noch bei freeletics angefragt, ob das freeletics Logo auf der Facebook Seite „Freeletics Erfahrung“ von freeletics lizensiert wurde. Insbesondere hat mich hier verwundert, dass das freeletics Logo durch den Schriftzug „Erfahrungen“ ergänzt und damit verändert wurde. Mir ist kein Fall bekannt, bei dem ein Markeninhaber so etwas seiner Affiliate Seite lizensiert. Freeletics wollte sich allerdings offiziell nicht äußern, sondern beschränkte sich, darauf hinzuweisen, dass das Freeletics Logo und Freeletics als Wort als Marke geschützt ist, man die Marken für die eigenen Produkte und Dienstleistungen verwendet, man kontinuierlich daran arbeite, die Verwendung der Marken durch Dritte zu unterbinden und dass man die Firma bzgl. der Verwendung des Freeletics Logos kontaktiert habe. Eine Lizensierung des Logos wurde nicht bestätigt.

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Ein paar Wochen ist dann nichts passiert. Dann sind allerdings sowohl die Referenz „Freeletics Erfahrung“ auf der Strandschenkel Webseite (die das Logo von Freeletics enthielt), als auch das Logo von Freeletics auf der Facebook Seite „Freeletics Erfahrung“ https://www.facebook.com/freeletics.erfahrung verschwunden. Fast verschwunden, denn in einem Video ist es noch immer eingebunden.

Wie auch immer die Verbindung zwischen Freeletics war oder nicht war: damit hat Strandschenkel eine weitere Referenz auf der Webseite entfernt. Aber nicht nur das: auch die dritte Referenz in der „Bekannt aus“ Sektion wurde entfernt. Grund: unbekannt.


 

Update 16.09.2016: Das Logo von „pulstreiber“ wurde jetzt auch auf der anderen Landingpage entfernt.


Update: 26.08.2016: Wie wir gestern erfahren haben, war nicht nur das Testimonial von „Steffi“ nicht 100% korrekt. Auch die „Bekannt aus“ Angaben z.B. unten rechts auf der Startseite von strandschenkel.de waren nicht alle korrekt. Bis gestern war dort nämlich auch ein Logo von pulstreiber zu sehen.

Nach Auskunft des Herausgebers des Sportmagazins wurde in pulstreiber allerdings nie über strandschenkel.de berichtet. Man habe lediglich zum Thema vorher in Kontakt gestanden, aber nie etwas über strandschenkel geschrieben. Auch sei keine Erlaubnis gegeben worden, das Logo von pulstreiber zu verwenden. Im Laufe des heutigen Tages wurde das Logo von pulstreiber dann auf auf der Startseite strandschenkel.de gelöscht. Auf der Seite http://strandschenkel.de/lp/ernaehrungsplan ist das Logo allerdings immer noch eingebunden.

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Eine offizielle, zitierbare Stellungnahme wollte uns KarMaWebmarketing dazu nicht geben.

Meiner Ansicht ist darüber hinaus auch das Logo von „Freeletics Erfahrungen“ wenig zur Werbung geeignet, da meines Wissens das Logo bei einem Webprojekt verwendet wird, das ebenfalls von Markus Laue betrieben wird: freeletics-erfahrung.de. Während ich auf der Webseite  das Logo nicht finden konnte,  wird es auf der zugehörigen Facebook Seite noch als Profilphoto angezeigt. Ich persönlich sehe keinen Wert darin, dass man sich zwischen mehreren Projekten quasi selbst Referenzen ausstellt. Besser wäre es hier gewesen, das als weiteres Projekt zu präsentieren, das man betreibt.

Genereller Kommentar: Wenn man mit Logos von Medien, seien es Zeitungen, Fernsehsendern, Zeitschriften werben möchte, sollte man 3 Dinge bedenken: 1. Das Medium sollte auch wirklich über einen berichtet haben und man sollte sich immer eine Kopie des Berichts / der Erwähnung anfertigen. 2. Auch wenn ein Medium über Euch berichtet hat, müsst ihr das Einverständnis dieses Mediums haben, um deren zu Logo gebrauchen zu dürfen. Dieses sollte man sich schriftlich geben lassen, eine Email reicht dazu in der Regel aber. Denn sicher ist sicher. 3. Man sollte nie davon ausgehen, dass jemand es sowieso nicht entdeckt, wenn man falsche oder irrtümlich verwendete Referenzen verwendet.


Update: 10.06.2016: Was uns entgangen ist: das Foto wird immer noch auf der Facebook Seite von „Strandschenkel“ verwendet.


Update: 27.05.2016: Auch auf der Warenkorb Seite wurde das Photo von „Steffi“ jetzt entfernt.


Update 17.02.2016: Die Bilder von „Steffi“ wurden zu einem Großteil gelöscht. Auf der Ergebnisseite des „Wunschgewichtsrechners“ wurde das „Steffi-Testimonial“ gelöscht. Ebenso wurden auch die Werbemittel auf der Partnerprogrammseite (http://strandschenkel.de/pp/), die das Model gezeigt haben, gelöscht. Lediglich bei einem Werbepartner ist das Steffi-Bild noch zu sehen. http://www.fitnessprogramm-vergleich.de/produkt/strandschenkel/. Im Warenkorb bei Digistore ist das Bild des Fitnessmodels, das vorher auf den anderen Seiten als „Steffi“ bezeichnet wurde (im Warenkorb wurde der Name nicht konkret erwähnt, lediglich das Bild trägt den Dateinamen steffi.png), ebenfalls noch zu sehen. Rechts neben dem Bild wird weiterhin ein Testimonial aufgeführt.  „Mit Hilfe von #strandschenkel habe ich innerhalb von 312 Tagen 53 Kilo an Gewicht verloren. Und das Beste: Ich habe auf NICHTS verzichtet.“ – Ich begrüße es aber, dass der Anbieter an den besagten Stellen die Bilder herausgenommen hat.

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Eigentlich wollte ich erstmal keinen „Fake Testimonial“ Artikel mehr schreiben. Auf die Dauer wird das ja auch langweilig. Aber leider stolpert man fast jeden Tag über dubios werbende Internetseiten, von Online Marketing Experten / Rockstars / Gurus, die denken, dass erfundene Kundenreferenzen notwendig sind, um das eigene Produkt in hellerem Glanz erstrahlen zu lassen. Deshalb machen wir jetzt nochmal eine Ausnahme für strandschenkel.de, das von der KarMa Webmarketing bzw. von Markus Laue seit 2015 betrieben wird. Auf strandschenkel.de sind wir in einem Artikel über Markus Laue auf dem Online Marketing Rockstars Blog gestoßen, in dem User aufgefordert werden, Fragen an Markus Laue für den nächsten Rockstars-Fragen-Podcast zu stellen.

In den Kommentaren schreibt Stefan M. (09.02.2016 um 15:51)

„Ich finde es offensichtlich, dass Strandschenkel Fake/Schrott ist. Ein [… ] SEO rotzt irgendwelche Sinnlos-Texte dahin, schreibt irgendwas von „Deutschlands bekanntesten Experten“ drüber – ohne deren Namen zu nennen – und das soll dann seriös sein? Das ist Abzocke.“

Ein paar Stunden später antwortet Markus (Laue) (09.02.2016 um 21:51) Uhr

„Hallo Stefan, ich bin kein Freund von solchen Unterstellungen und würde mich gerne – wieso auch immer – dazu äußern: strandschenkel.de ist KEIN Fake. Sowohl die beiden Twins sind real (gern geb ich Dir mal ihre Nummern) und auch der Experte (die Experten) sind echt. Der Ernährungsplan sowie die Workouts sind mit Abstand das Beste, was Du im deutschen Sprachraum findest).“

Fakes auf strandschenkel.de?

Auf den ersten Blick wirkt strandschenkel.de noch recht seriös. Aber keine 32 Sekunden später fällt das Kartenhaus schon in sich zusammen. Wenn man das Programm (was das auch immer beinhalten mag) buchen möchte, wird man zu einem Warenkorb bei digistore24.com weitergeleitet.

Hier wird eine noch namenlose junge Frau mit einem beeindrucken Erfolgserlebnis zitiert:

„Mit Hilfe von #strandschenkel habe ich innerhalb von 312 Tagen 53 Kilo an Gewicht verloren. Und das Beste: Ich habe auf NICHTS verzichtet.“

Strandschenkel.de Erfahrung

Kundentestimonial im Strandschenkel.de Warenkorb von Digistore24 (Link zum Warenkorb)

In der Anmeldeemail bekommen wir schon einen Hinweis auf die noch namenlose Frau:

„So wie Du haben es schon tausende Frauen vor  Dir gemacht. Ein sehr gutes Beispiel ist Steffi. Steffi hat sagenhafte 53 Kilogramm innerhalb von nur 312 Tagen  abgenommen. Auch heute hält Steffi noch ihr Gewicht. Das willst Du auch?“ 

Wir klicken den Link zu unserem „persönlichen Abnehmdatum“ und sehen Steffi, wie sie leibt und lebt:

http://strandschenkel.de/schenkelkalkulator/ergebnis/?id=2359&hash=2c6d5d68b53c3f9a56c0abe17730cb2a

Strandschenkel_de_Erfahrung

Weitere 32 Sekunden später finden wir ein Bild der guten Steffi in einem größeren Bildformat auf einer polnischen Seite: http://warsztatformy.pl/fitness/wf-sylwetka.

Weitere 5 Minuten später (ja, wir mussten ein bisschen auf ein paar Stockfoto Seiten blättern und suchen) haben wir „Steffi“ dann bei der Stockfoto Seite dreamstime.com lokalisiert. Das Bild stammt von Benis Arapovic (http://www.dreamstime.com/.shock_info / www.shock.co.ba), eines von vielen Bildern eines Shootings mit diesem und anderen männlichen und weiblichen Fitness-Models.

Es darf also bezweifelt werden, dass dies Steffi ist, die durch ein Programm von strandschenkel.de 53 kg verloren hat. In unseren Augen kein gutes Zeichen für die Seriosität von strandschenkel.de. 1:0 für Stefan M. und Eigentor für Markus Laue, der spätestens nach dem Kommentar von Stefan M. sein Steffi-Stockfoto-Testimonial hätte entfernen können.

Unsere Online Marketing Insight #1: Wenn das Licht auf der Bühne angeht, sieht mancher Rockstar ziemlich schnell ganz schön alt aus.

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18 Responses

  1. Danny

    Ich wollte das eigentlich anders formulieren, wenn ich mir ein Produkt kaufe und es ist gut ist es mir egal ob die Personen gefaked sind, außerdem hast ja ein Rückgaberecht.

    Wie auch immer…

  2. Stiftung Danieltest

    Du schreibst immer wieder ‚wir‘ bzw. ‚uns‘.

    – Wie wir gestern erfahren haben …
    – … zitierbare Stellungnahme wollte uns KarMaWebmarketing dazu nicht geben …

    Mir scheint eher, daß Du der einzige bist, der in seiner Studentenbude sitzt und versucht den Leuten hinterher zu spionieren, deren Leben Du gerne leben würdest.

    Vielleicht kannst Du dazu mal „offiziell“ und „zitierbar“ Stellung nehmen. Versuchst Du Deine Leser zu täuschen, indem Du den Eindruck erweckst, hier wäre ein Team zugange? Oder sind hier wirklich mehrere Leute engagiert?

    • Daniel

      Lieber „Mr. oder Mrs. Anonymous“.

      Wenn Du ein paar Artikel auf dem Blog hier liest, wirst Du sehen, dass ich nicht immer den Plural gebrauche. Ein „wir“ oder „uns“ ist schon ab 2 in einen Artikel involvierten Personen statthaft, ohne dass es eines dauerhaften Teams oder Angestellter bedarf.

      Wenn Du von „Studentenbude“ schreibst, solltest Du besser googlen (wenn Du es nicht eh weißt).

      Die Bemerkung bzgl. „spionieren“ verstehe ich allerdings nicht. Ich schreibe hier über ein gewerbliches Angebot, das öffentlich im Internet einzusehen ist. In diesem Fall wurde auf der Seite von Markus Laue / KarmaWebmarketing bzgl. des pulstreiber Sportmagazins eine falsche Referenz angegeben und das Logo laut Herausgeber des Magazins missbräuchlich verwendet, da keine Nutzungsgenehmigung erteilt wurde.

      Eines kann ich Dir versichern: Ich möchte niemals das Leben von jemandem Leben, der für solche Websites verantwortlich ist. Ich weiß nicht, woher Du diesen Eindruck bekommen hast.

    • Daniel

      Lieber Unbekannter,

      Du hast ja gerade noch einen Kommentar geschrieben. Wenn Du Faktenbehauptungen hier aufstellst, dann solltest Du mit Klarnamen agieren und Dich nicht hinter einem Pseudonym verstecken. Dann können wir auch weiterdiskutieren. Dann beantworte ich Dir auch Deine Fragen.

      Liebe Grüße
      Daniel

    • Daniel

      Lieber Unbekannter,

      das Problem bei Deinen von mir nicht veröffentlichten Kommentaren: es sind Tatsachenbehauptungen. Gleichzeitig möchtest Du aber anonym bleiben. Beides passt irgendwie nicht zusammen, weil Du nicht greifbar bist. Insofern habe ich Deinen weiteren Kommentar auch nicht veröffentlicht. Wenn Du nicht zutreffende Behauptungen oder Verdächtigungen in den Raum stellen möchtest: Dann mach das mit Deinem echten Namen.

      Zu Deinen angemerkten Punkten: Nein, Werbung muss nicht per se mit Werbung gekennzeichnet werden, wenn Sie als solche klar erkennbar ist. Ich bin der Meinung, dass die Google Adsense Display Werbung (das ist die einzige, die ich bei Adsense ausgewählt habe) nicht verwechselbar mit meinen Artikeln hier ist. Für größere Transparenz habe ich trotzdem den Punkt aufgenommen und die Adsense Werbung mit dem Wort „Anzeige“ gekennzeichnet.

      Bzgl. „wir“ und „ich“: das ist so, wie ich es schon beantwortet habe. Ich glaube, das kann man verstehen. Ich habe das auch im „Über uns“ Bereich erläutert.

      Bzgl. „werbender Artikel“ bzgl. der Versicherungsmakler und Finanzberater: ich verkaufe weder Artikel noch Links. Das war ein Test, wie gut und schnell ich in dem Bereich ranke, dafür wurde ich nicht bezahlt. Die Links im Footer, die auf die jeweilige Artikelseite führen, hatte ich allerdings schon vergessen und sehen da auch nicht hübsch aus, insofern habe ich die da rausgenommen. Die Seitenartikel gibt es noch.

      Bzgl. Deines Einwurfs, eine Pflichtangabe der Email Adresse bei Kommentaren verstoße gegen die Datensparsamkeit: da kannst Du gerne den Berliner Datenschutzbeauftragten oder den Bundesdatenschutzbeauftragten anfragen. Denn das ist nicht der Fall. Gerade bei Kommentaren zu den Artikeln brauche ich im Zweifel eine Rückfragemöglichkeit, gerade wenn es kritische (bezogen auf ein Unternehmen, das im Artikel vorkommt) Kommentare sind.

      Allerdings ist das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht der Ansicht, dass Kontaktformulare verschlüsselt sein müssen. Dazu gibt es allerdings bisher kein BGH Urteil. Um die derzeitige Lage in aller Ruhe rechtlich zu prüfen, habe ich deshalb vorgestern das Kommentarfeld abgeschaltet. Je nachdem wird dann einfach eine SSL Verschlüsselung eingebaut.

      Wenn Du noch weitere Fragen hast: stell die Fragen gerne, aber nicht aus einer anonymen Position heraus, das ist nicht auf Augenhöhe. Man muss auch zu seinen Vorwürfen stehen.

  3. Heiner

    Ich finde das super recherchiert, eine erstklassige Aufklärung und danke, dass solche Faker öffentlich gemacht werden. Verstehe überhaupt nicht, was es daran zu kritisieren gibt.

  4. SteffiWatch

    Moin Moin,

    sollte Steffi nicht bis Montag verschwinden? Der Link zu eurer Diskussion auf Facebook funktioniert bei mir leider nicht mehr, aber wenn ich mich richtig erinnere, wollte er Steffi doch löschen?

    • Danny

      Sehe ich genauso. Verfolge den Blog schon länger. Und lach mich hier einfach schlapp. Das ist eben Online Marketing oder normales Marketing das solltest du als Student ja eigentlich wissen.

      Sogar in der Werbung oder bei HSE oder QVC wird man voll gequatscht mit Versprechungen die am Ende oft nicht stimmen. Trotzdem kaufen Leute bei diesen Firmen.

      Meine Meinung ist einfach wenn jemand so blöd ist und auf so Sachen reinfäll hat er eben zu viel Geld oder es eben nötig.

      • Daniel

        Tja, lieber Danny, Fakes sind kein normales Marketing und Deine Einstellung gegenüber Menschen solltest Du nochmal hinterfragen, wenn Du schreibst
        „Meine Meinung ist einfach wenn jemand so blöd ist und auf so Sachen reinfäll hat er eben zu viel Geld oder es eben nötig.“

        Ich finde so eine Sicht traurig.

      • Danny

        Du hast mich falsch verstanden. Es geht darum wenn das Produkt gut ist dann ist es mir egal ob es Fake oder Reale Fotos sind?

        Wie gesagt wollt dich nicht angreifen nur mich persönlich würde es nerven jeden Tag über solche Themen zu schreiben.

  5. Norman S.

    1:0 für Markus – in dem Zitat hat er NICHT gesagt, dass „Steffi“ echt ist. Er sprach von den Twins bzw. den dort eingesetzten Experten und nicht von den Testimonials. Von daher: schönes Eigentor für unseren Daniel :-)

      • Norman S.

        Es ist vollkommen ok, dass für dich nur deine Realität zählt. Du scheinst dich in deiner Rolle sehr wohl zu fühlen und ich will deiner geistigen Umnachtung auch gar nicht in den Schatten leuchten :-)

        #typischdeutsch

      • Daniel

        Es ist schade, dass Du aus der anonymen Position heraus gleich beleidigend wirst. Und nein, ich würde nicht sagen, dass es nur typisch deutsch ist, wenn man dagegen ist, dass Kunden eine Steffi aufgebunden bekommen.

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